• NORA

    oder ein Puppenheim
    Henrik Ibsen

Wir sind jetzt acht Jahre verheiratet. Fällt es dir nicht auf, dass wir- du und ich- heute zum ersten Male ein ernstes Gespräch miteinander führen?

Nicht-Kommunikation heißt die Devise, mit der die Protagonistin Nora ihre Ehe mit ihrem Mann Torvald bestreitet. Eine Lebenslüge folgt der anderen. Über Smalltalk und das Protzen mit Statussymbolen geht ihre Beziehung und auch die Beziehung zu ihren Bekannten nicht hinaus. Jeder ist sich selbst ein Fremder. In stillem Einvernehmen leben beide mehr eine Farce, denn ein wirkliches Miteinander.
Ungesagtes schwebt wie ein Nebel im Raum und überschattet alles. Selbst, wenn man versucht das Hamsterrad am Laufen zu halten und sich dreht und dreht und dreht und dreht… bis alles stoppt.

Die Corona-Krise ist vor allem eine Krise in den eigenen vier Wänden. Trotz gesellschaftlicher Omnipräsenz blieb sie gerade in Zeiten des Shutdowns für viele eine stille, private Krise. Eine Krise für den alltäglichen Lebensinhalt. Ein Stresstest für Beziehungen und Familien. „Nora oder ein Puppenheim“ von Henrik Ibsen als Blaupause für die aktuellen Beziehungs- und Familienkrisen.

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